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ADHS – Autismus – Hochsensibilität

von Mag. Dr. Sonja Werneck-Rohrer

Elternbildung
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ADHS und Autismus wirken vielleicht auf den ersten Blick sehr unterschiedlich, doch beide verbindet, dass Kinder und Jugendliche, die davon betroffen sind, Reize (z.B. Lärm) sehr intensiv wahrnehmen. Dies kann dazu führen, dass sie mit aggressivem Verhalten oder mit Rückzugsverhalten auf diese überfordernden Situationen reagieren. Es ist wichtig, diese intensive Verarbeitung von Umweltreizen zu kennen, um die oft sehr heftigen Reaktionen der Betroffenen besser verstehen zu können.

Wie geht man nun damit um, wenn Kinder in der Schule oder zu Hause von Reizen überfordert sind?

Wichtig ist, dies frühzeitig zu erkennen oder schon vorher zu überlegen: welche Situationen könnten zu laut oder zu intensiv sein (z.B. Konzerte, große Menschenansammlungen).

Man sollte dem Nachwuchs die Möglichkeit geben, sich gegenüber Reizen abzuschirmen:

  • in der Schulklasse eigene Plätze mit wenig Ablenkung /Reizen schaffen
  • zu Hause eine Rückzugsmöglichkeit anbieten. Wer kein eigenes Zimmer hat, braucht eine andere Möglichkeit sich zurückziehen zu können.

Ein Bereich, der bei ADHS und Autismus sehr unterschiedlich ausgeprägt sein kann, ist das Erkennen von Gefühlen, sowohl bei sich selbst als auch bei anderen Menschen. Außerdem können diese Kinder und Jugendlichen mit ihren eigenen Emotionen auch schwer umgehen.

Betroffene mit ADHS haben oft sehr stark ausgeprägte Emotionen, zeigen diese sehr deutlich und haben ein besonderes Gespür für Gefühlszustände von anderen Personen. Autistische Kinder und Jugendliche hingegen erkennen Emotionen bei anderen Personen oft nur schwer oder, wenn doch, dann sind sie häufig überfordert und wissen nicht, wie sie reagieren sollen. Auch ihre eigenen Gefühle können sie oft nicht gut wahrnehmen und/oder unterscheiden bzw. benennen.

Für Eltern, Lehrer*innen und allen, die mit Betroffenen zu tun haben, ist es wichtig, in Ruhe und sehr anschaulich mit diesen Kindern und Jugendlichen über Emotionen zu sprechen.

Wesentliche Inhalte solcher Gespräche sollten sein:

  • Welche Gefühle gibt es?
  • Wie machen sich diese Gefühle z.B. in unserem Körper bemerkbar/wo spüren wir sie?
  • Wie können wir mit diesen Gefühlen umgehen?

Zusammenfassend kann man sagen, dass Kinder und Jugendliche mit ADHS als auch jene mit Autismus Umweltreize sehr intensiv wahrnehmen. Ein Bereich, in dem sie sich jedoch stark unterscheiden, sind Gefühle: was bei Autismus zu wenig vorhanden ist (Einfühlungsvermögen in die Emotionen anderer Personen), ist bei ADHS oft sehr stark ausgeprägt. Beides kann zu Überforderungen in sozialen Situationen führen. Informative Gespräche über Gefühle mit anschaulichen Erklärungen können Betroffenen helfen, besser mit ihren Gefühlszuständen umzugehen.

Literaturhinweise:

  • Döpfner, M., Fröhlich, J., et al. (2019). Ratgeber ADHS. Hogrefe
  • Huggenberger, R. (2019). ADHS in der Familie. Hogrefe.
  • Grolimund, F. & Rietzler, S. (2016). Erfolgreich lernen mit ADHS.
  • Reimann-Höh, U. AD(H)S in der Pubertät.
  • Cholemkey, H., Freitag, Ch., Kitzerow. J. & Soll, S. (2017) Ratgeber Autismus-Spektrum-Störungen. Hogrefe.
  • Mathews, J. & William, J. (2011). Ich bin besonders. Autismus und Asperger das Selbsthilfebuch für Kinder und ihre Eltern.

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