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Berufe im Trend der Zeit

von Dr. Friedrich Moshammer

Der Wandel in der Arbeitswelt hat Auswirkungen auf die Berufswahl: Arbeitsplätze gehen verloren, neue Tätigkeitsfelder und Berufe entstehen, Personen mit höherer oder mittlerer Ausbildung haben bessere Beschäftigungschancen.

Neue Technologien (vor allem im Bereich Information & Kommunikation), die Auswirkungen fortschreitender Globalisierung und in letzter Zeit auch Bemühungen, den Klimawandel zu begrenzen, haben Wirtschaft und Arbeitsmarkt stark verändert. Dieser Wandel wird sich fortsetzen und sogar beschleunigen. Er bietet Chancen und Risiken. Eine der wichtigsten Auswirkungen der neuen Rahmenbedingungen und Trends in der Arbeitswelt ist, dass Aus- und Weiterbildung eine immer größere Bedeutung gewinnt. Für die Berufswahl sind unter anderem folgende Fragen wichtig:

  • Welche Arbeitsplätze gehen verloren?
  • Wo sind die Wachstumschancen?
  • Wo entstehen neue Tätigkeitsfelder?
  • Wie sehen die neuen Inhalte der Arbeit aus?
  • Welche Qualifikationen und Kompetenzen werden gebraucht?

Zukunftsträchtige Bereiche
Wachstum ist in vor allem in diversen Berufsfeldern des Dienstleistungsbereichs zu beobachten, besonders bei hochqualifizierten Dienstleistungstätigkeiten wie Informationstechnik/Medien, Wirtschaftsdienste und Rechtsberatung. Im Gesundheits- und Sozialwesen bieten sich verstärkt Beschäftigungschancen, etwa in der Betreuung älterer und pflegebedürftiger Menschen. Auch die Bereiche Sicherheit und Freizeit/Wellness werden voraussichtlich weiter zunehmen. Im Produktionsbereich werden vor allem jene Tätigkeitsbereiche profitieren, in denen menschliches Wissen und Fähigkeiten gefragt sind, die nicht durch automatisierte Systeme und Roboter übernommen werden können.

Berufe im Trend
Die Anforderungen an die Arbeitskräfte steigen – und das in so gut wie allen Berufen. Insgesamt ergeben sich daraus deutlich bessere Beschäftigungschancen für Personen mit höheren – oder zumindest mittleren – Bildungsabschlüssen

Die Nachfrage nach Technikern und Technikerinnen ist nach wie vor sehr hoch und wird weiterhin stark sein. Eine höhere Ausbildung für Maschinenbau, wie etwa ein HTL-Abschluss für Maschineningenieurwesen, bietet gute Chancen. Etwa drei von vier Industrieunternehmen haben Probleme, qualifiziertes Personal in Zukunftsbereichen, wie Technik, Produktion oder Forschung & Entwicklung, zu finden. Zu den Berufsgruppen mit relativ hoher Nachfrage gehören Naturwissenschaft und Ingenieurwesen, aber auch technische Fachkräfte im Metallbereich oder im Bereich Elektrotechnik oder Elektronik, die typischerweise eine Lehre abgeschlossen haben.

Nachgefragt werden auch Fachkräfte mit technischen Ausbildungen im Bereich der sogenannten „Green Jobs“. Dabei handelt es sich um Arbeitsplätze im Umweltsektor, die sich mit der Herstellung von Produkten und Technologien, beispielsweise zur Energieversorgung, sowie mit Dienstleistungen zur Vermeidung von Umweltschäden und Erhaltung natürlicher Ressourcen beschäftigen. Der Trend zur Elektromobilität wird hier zusätzliche Nachfrage schaffen.

Auch Mädchen und Frauen haben gute Chancen, eine technische Ausbildung zu absolvieren und einen technischen Beruf zu ergreifen. Technikerinnen werden von der Wirtschaft stark umworben, weil sie ganz spezifische Kompetenzen mitbringen und eine Bereicherung für die Teams darstellen. So sehen viele Unternehmen die Vorteile von Frauen in ihren Soft Skills, also den Sozial- und Persönlichkeitskompetenzen. Der Fachkräftemangel kann also auch eine große Chance für Frauen sein.

Erheblicher Fachkräftemangel herrscht aber vielfach auch im Gesundheitswesen und in der Altenbetreuung, und zwar einerseits zum Teil bei Ärztinnen und Ärzten und andererseits besonders beim diplomierten Pflegepersonal. Die Nachfrage nach entsprechend ausgebildeten Personen ist groß.

In manchen Regionen Österreichs werden auch im Fremdenverkehr viele Stellen angeboten, die oft nur schwer besetzt werden können. Allerdings ist die Beschäftigung zum Teil auf eine Hauptsaison beschränkt. Die Nachfrage nach Lehrlingen ist im Tourismus relativ groß.

Gefragte Ausbildungen und Kompetenzen
Wir befinden uns in einem Übergang von der Industrie- zur Informationsgesellschaft, die sowohl Industrie als auch Dienstleistungen verändert. Mit diesen Entwicklungen steigen die Anforderungen an die ArbeitnehmerInnen. Besonders wichtig wird etwa die Fähigkeit, Informationen zu finden, zu beurteilen, auszuwählen und zu verarbeiten. Gerade im Bereich Informationsverarbeitung werden jedoch viele Tätigkeiten, bei denen es um das Durchsuchen und Aufbereiten großer Datenmengen geht, von immer leistungsfähigeren Datenverarbeitungssystemen – bis hin zu künstlicher Intelligenz – durchgeführt oder unterstützt. Entscheidungen, die auch auf nicht vorprogrammierten (bzw. nicht vorprogrammierbaren) Kriterien und Bewertungen sowie auf Kreativität beruhen, müssen jedoch weiterhin von Menschen getroffen werden. Über die beste „Schnittstelle“ für menschliche Kommunikation und Bedürfnisse verfügen ebenfalls reale Menschen.

Die Digitalisierung beschränkt sich aber nicht alleine auf die Industrie („Industrie 4.0“) – der viel größere Bereich der Dienstleistungen ist ebenfalls dabei, auf Digitale Dienstleistungen umzustellen, etwa Online-Banking, Online-Shops, Online-Buchungssysteme, Online-Vermittlungsplattformen, Online-Lernplattformen,…

Für immer mehr Tätigkeiten werden neben spezifischen Fachkenntnissen vor allem auch gute Deutschkenntnisse und soziale Kompetenzen vorausgesetzt. Überfachliche und soziale Kompetenzen sind z. B.: Teamfähigkeit, Kommunikationsfähigkeit, Konfliktlösungspotenzial, Anpassungsfähigkeit, Mobilität, die Fähigkeit, die eigene Meinung vertreten zu können, Präsentationsfähigkeit, Kreativität, Fantasie, Innovationsfähigkeit, Verantwortungsbewusstsein, Flexibilität, selbstständiges Arbeiten, Fähigkeit zur Eigenverantwortung und die Bereitschaft zur ständigen Weiterbildung. Auch für Arbeiter und Arbeiterinnen in den neuen, „smarten“ Unternehmen der „Industrie 4.0“ ist es unerlässlich, Arbeitsanweisungen, Sicherheitsinformationen und Fehlermeldungen lesen und verstehen zu können und an Weiterbildungen teilzunehmen.

Erhöhte Anforderungen werden auch an das Auftreten, die KundInnenorientierung sowie Fremdsprachenkenntnisse, betriebswirtschaftliches Wissen oder Erfahrung mit Projektmanagement gestellt. Die zunehmende Bedeutung von Soft Skills besagt aber nicht, dass fachliche Qualifikationen weniger wichtig werden. Fehlendes Fachwissen kann dadurch nicht wettgemacht werden. Im Gegenteil: Neben dem Wissen über das eigene Fach soll auch ein Grundverständnis für andere Fachgebiete vorhanden sein.

Einkommenschancen
Löhne und Gehälter hängen von verschiedenen Bedingungen ab. Je höher die Ausbildung, desto höher ist im Durchschnitt das Einkommen. Das Einkommensniveau hängt auch von der Branche ab. Dabei haben bestimmte Industrie- Dienstleistungsbereiche höhere Grundeinkommen als andere Branchen, in denen aber unter Umständen Zulagen oder Trinkgelder dazukommen. Die Einkommen in technischen Berufen sind im Allgemeinen relativ hoch. Es ist empfehlenswert, sich über das Gehaltsniveau zu informieren, aber die Berufswahl nicht in erster Linie davon abhängig zu machen. Die AMS-Berufsinformationsmedien geben auch Auskunft über Einstiegsgehälter in den jeweiligen Berufen.

Berufswahl, Stellensuche und Bewerbung
Nach Abschluss der Ausbildung ist es besser, nicht einfach nur „drauf los“ zu suchen, sondern planvoll vorzugehen. Professionelle Hilfestellungen verschiedener Art erleichtern passende Berufswahl und Ausbildung. Das AMS bietet nicht nur Stellen- und Lehrstellenvermittlung, sondern auch Informationen, Entscheidungshilfen und Beratung, aber auch Förderungen, die dabei helfen, einen guten Weg zu finden. Kostenlose Selbsttests zur Berufsorientierung (z.B. „Berufskompass“, „Jugendkompass“) sowie Berufs und Ausbildungsinfos stehen ebenso online zur Verfügung wie Bewerbungshilfen, wie etwa das AMS Bewerbungsportal. Es bietet zahlreiche Hilfestellungen rund um das Thema Bewerbung, zum Beispiel ein Bewerbungstraining mit Anleitungen, Tipps, praktische Leitfäden und individuellen Checklisten sowie eine umfangreiche Sammlung von Musterbewerbungen mit Bewerbungsschreiben und Lebensläufen.

Berufswahl- und Bewerbungshilfen des AMS gibt es sowohl „digital“ (online) als auch „analog“ (in den BerufsinfoZentren)

Karrierekompass: http://www.ams.at/karrierekompass

BerufsinfoZentren: http://www.ams.at/berufsinfozentren

 

 


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