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Green Parenting – Zero Waste Lifestyle mit Kindern

von Barbara Schmerlaib, BA

Elternbildung
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„Wir konsumieren und wirtschaften als gäbe es kein Morgen. Die Zeche dafür zahlen unsere Kinder und Enkelkinder“. (Eberhard Brandes, WWF)

Die Begriffe „Zero Waste“ und „nachhaltiger leben“ sind in aller Munde. Doch warum sollten wir überhaupt anders leben als bisher?

In Österreich sind bereits am 6. April alle natürlichen Ressourcen, die die Erde innerhalb eines Jahres wiederherstellen und damit nachhaltig zur Verfügung stellen kann, aufgebraucht. Hierbei spricht man vom Earth Overshoot Day. Diese Berechnung zeigt, dass weltweit 1,7 Erden nötig wären, um den Ressourcenverbrauch zu decken. Am Beispiel Österreich wären es sogar vier Erden. Dass das Zurückgreifen auf die Reserven der Erde auf kurz oder lang nicht mehr so weitergehen kann, ist demnach klar.
Doch was nun? Was also tun um uns, und in weiterer Folge unseren Kindern und Enkelkindern, eine lebenswerte Zukunft zu schenken?

Dass auf globaler und politischer Ebene der Großteil an Umdenken und Umstellung passieren muss, steht außer Frage. Und doch können wir als Individuen einen Beitrag leisten und auch ein nachhaltigeres, ressourcenschonenderes Leben mit unseren Kindern zu führen ist möglich. Wir können durch unser Vorleben schon früh ganz junge Menschen sensibilisieren und mit ihnen fern ab von Materialismus und Umweltzerstörung die Grundsteine in Richtung eines bewussteren Lebens in Einklang mit der Natur legen.

Hier folgen nun 8 konkrete und leicht umsetzbare Tipps, um mit Kindern müllreduzierter und nachhaltiger zu leben:

Tipp Nr 1: Baby oh Baby!Elternbildung

Beginnen wir bei den Kleinsten – unseren Babys und der Tatsache wieviel Müll Windeln verursachen.
Zirka 5000 Wegwerfwindeln braucht ein Kind in etwa, bis es selbstständig zur Toilette geht. Das ist ein enormer Müllberg, der da entsteht.
Zudem befinden sich in den Wegwerfwindeln oft überflüssige Lotions und bedenkliche Stoffe, die in Verdacht stehen krebserregend zu sein.
Statt der Verwendung von Windeln, gibt es auch die Möglichkeit sein Baby windelfrei oder teilzeitwindelfrei aufwachsen zu lassen.

Das bedeutet, dass man als Bezugsperson die Ausscheidungskommunikation seines Babys wahrnimmt und auf achtsame Art und Weise darauf reagiert. Das Baby verrichtet sein Geschäft außerhalb der Windel und wird zum Beispiel über die Toilette oder ein Töpfchen gehalten.

Wer gerne Windeln verwenden möchte, kann als nachhaltige Alternative auf Stoffwindeln zurückgreifen. Stoffwindeln haben nichts mehr mit Herumwickelei und Auskochen im Kochtopf am Herd zu tun. Stoffwindeln sind genauso schnell in der Anwendung wie Wegwerfwindel, können gewaschen und somit immer wieder verwendet werden.
Zudem ist die Wickelalternative mit Stoffwindeln im Vergleich sehr kostengünstig.

Tipp Nr. 2 Die gute alte Seife!Elternbildung

Werbung und geschickt platziertes Marketing suggerieren, dass wir eine Menge unterschiedlicher Produkte für die Hautpflege unserer Babys und Kinder benötigen. Diese sind meist in Plastik verpackt und die Inhaltsstoffe oft bedenklich. Gerade in beliebten und bunten „Kinderduschprodukten“ mit Glitzer, oder auch Peelings für Erwachsene befindet sich eine Menge schädliches Mikroplastik.
Milde Seife, ein hochwertiges regionales Öl oder Duschgel und Haarshampoo in fester Form funktionieren genauso gut und sparen einiges an Verpackungsmüll ein.

Tipp Nr. 3: Nachhaltiges Zähneputzen!Elternbildung

Statt der konventionellen Zahnbürste aus Plastik könnt ihr eine Holzzahnbürste ausprobieren. Diese ist biologisch abbaubar, frei von synthetischen Stoffen und sie schadet weder deiner Gesundheit noch der Umwelt. Die Borsten bestehen aus nachwachsenden Rohstoffen. Sie sind somit recyclebar und ressourcenschonend.
Auch für die elektrische Zahnputzvariante gibt es mittlerweile umweltfreundliche Alternativen. Anstatt Zahnpasta in der Tube, testet einmal feste Zahnpasta oder Zahnputzpulver.

Tipp Nr. 4: Weg mit der Folie!Elternbildung

Für die Kindergarten- und Schuljause und für Ausflüge, können Einmalverpackungen wie Frischhalte- und Alufolie leicht ersetzt werden. Gut eignen sich Wachstücher und Edelstahlboxen, die mittlerweile so gut wie in jeder Drogerie und in jedem Supermarkt im Regal zu finden sind und einmal gekauft immer wieder zum Einsatz kommen können.

Tipp Nr. 5: Gemeinsam einkaufen!Elternbildung

Sensibilisiert eure Kinder und zeigt ihnen welches Obst und Gemüse gerade Saison hat und aus der Region kommt. Minimiert den Konsum von tierischen Produkten. Verzichtet auf Lebensmittel mit viel Verpackung. Wenn dies nicht möglich ist, kauft Großpackungen, um Müll einzusparen. Nehmt eure eigenen Behältnisse und Einkaufsbeutel mit.
In Unverpacktläden, auf Wochenmärkten und in immer mehr Supermärkten ist das Einkaufen von losen Lebensmitteln gut möglich und in Drogeriemärkten kann man mittlerweile auch plastikfreie Haushalts- und Drogerieartikel erwerben.

Tipp Nr. 6: Es muss nicht immer alles neu sein!Elternbildung

Nutzt die vielen Möglichkeiten, um 2nd hand zu shoppen. Ob auf Onlineplattformen, Flohmärkten oder Kinderbörsen; das Angebot ist riesig, um gut erhaltenen und oft auch neuwertigen Gegenständen und Kleidung ein neues Leben zu schenken. Und das noch dazu für kleines Geld.

Gebt Kleidung und Spielzeug im Freund*innenkreis weiter. Veranstaltet dazu zum Beispiel selbst eine gemütliche Tauschparty!

Tipp Nr. 7: Weniger ist mehr!Elternbildung

Kauft weniger und bewusst. Achtet auf eine nachhaltige und faire Produktionsweise bei Kleidung und Kinderspielzeug. Es zahtl sich aus hochwertige Produkte zu kaufen, die aus nachwachsenden Rohstoffen gefertigt sind. Diese sind oft langlebiger und können von Generation zu Generation weitergeben werden.

Tipp Nr. 8: Kindergeburtstage müllfrei feiern!Elternbildung

Auch ein Kindergeburtstag kann nachhaltig und mit wenig Einmalprodukten ausgiebig gefeiert werden. Eine Wimpelkette aus Stoff, die jedes Jahr wieder verwendet werden kann, ganz normales Geschirr statt der Papier- oder Plastikvariante, Edelstahlstrohhalme und eine genähte Geburtstagskrone beispielsweise, sparen Ressourcen ein und machen jede Geburtstagsfeier zu einer Zero Waste Party.

Extra Tipp: Macht doch jedes Jahr am Geburtstag ein Foto eures Kindes, lasst es entwickeln und befestigt es mit Kluppen an der Wimpelkette. So entsteht eine tolle und personalisierte Dekoration, die am 18. Geburtstag eures Kindes bestimmt den ein oder die andere zu Tränen rühren wird.

Nachhaltiger zu leben ist also gar nicht so schwer wie es klingt.
Anstatt radikaler Veränderung, Druck und Perfektionismus, sind viele kleine Schritte in Richtung eines umweltfreundlicheren Alltags wunderbar und wertvoll.
„Alles kann, nichts muss!“

Viel Spaß beim Ausprobieren der Tipps mit euren Kindern und Enkelkindern!

 


KommentareElternbildung

Martina S.

Richtig cool liebe Babsi, gfallt mir. Hinter jedem Wort seh ich dein Gesicht und dein Wesen❤️


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