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Pollenallergie bei Kindern

von Uwe E. Berger MBA

Die steigendende Tendenz zu Allergieerkrankungen betrifft in der Bevölkerung auch Kinder: Mittlerweile reagiert jedes sechste Kind allergisch auf Baum-, Kräuter- oder Gräserpollen. Juckende Augen, rinnende Nasen, ständiges Niesen, Schlafstörungen und Atemnot sind Alarmsignale, auf die Eltern sensibel reagieren sollten.
Allergien darf man nicht unterschätzen. Gerade die Pollenallergie stellt einen enormen Risikofaktor für Folgeerkrankungen dar. Häufig kommen nämlich Allergien auf weitere Pollen, sowie Kreuzreaktionen auf bestimmte Nahrungsmittel hinzu. Ein Etagenwechsel – die Allergie belastet dann auch die Lunge und kann allergisches Asthma verursachen – beeinträchtigt das ganze Leben. Bei betroffenen Kindern ist die Auseinandersetzung der Eltern mit dem Thema Allergie unbedingt notwendig. Die schnelle Erkennung und die präzise erstellte Diagnose durch einen Arzt sind die Basis für eine erfolgreiche Behandlung. Nach wie vor ist die Hyposensibilisierung die vielversprechendste  Therapieform, wenn auch ein Erfolg nicht garantiert werden kann.
Daher ist der richtige Umgang mit einer Pollenallergie mit Abstand das Wichtigste. Um die Allergie zu lindern und symptomfreie Phasen genießen zu können, ist die Allergenkarenz das sicherste Mittel. Denn, wo der Allergieauslöser fehlt, kann der Körper auch nicht gereizt werden. Hierfür ist Wissen notwendig: wo und wann man Urlaub machen kann, zu welcher Zeit welche Pollen in der Luft sind und wie die Situation regional am Wohnort ist.
Diese Informationen sind frei zugänglich und werden vom Österreichischen Pollenwarndienst (Medizinische Universität Wien) auf mehreren Wegen der breiten Öffentlichkeit vermittelt: Die Homepage www.pollenwarndienst.at ist die Plattform, auf der Allergiker rundum informiert werden: aktuelle Prognosen für Österreich und alle Bundesländer, Belastungsvorhersagen für die nächsten drei Tage, Einsicht in die Blühphasen verschiedener, allergener Pflanzen in allen österreichischen Regionen, Diagramme mit diesjährigen im Vergleich zu den durchschnittlichen Pollenmengen, Prognosekarten für Österreich sowie Europa und Neuigkeiten aus der Forschung. Mit der Newsletter-Funktion kann man sich ausgewählte Prognosen und Neuigkeiten bequem auf die E-Mail Adresse senden lassen. Außerdem werden aktuelle Meldungen über Facebook und Twitter kommuniziert. Mit dem Pollentagebuch www.pollentagebuch.at kann man überdies die eigenen bzw. die Symptome des Kindes im Auge behalten, den Verlauf der Symptome dokumentieren und auch dem behandelnden Arzt zukommen lassen. Außerdem kann man über diesen Weg kostenlos die personalisierte Prognose, die auf den individuellen Allergiker zugeschnitten ist und auf seinen persönlichen Symptomen beruht, in Anspruch nehmen. So ist man bestens gewarnt und kann entsprechend reagieren.

Tipps für Eltern:

1. Die Luft filtern:

In geschlossenen Räumen ist die Pollenkonzentration viel geringer. Fenster schließen und Ventilatoren meiden. Laubwälder schützen am besten, wenn Aufenthalt im Freien gewünscht ist. Pollenfilter für das Auto und Pollenschutzgitter für Fenster bieten guten Schutz, müssen aber regelmäßig gewartet und fachmännisch eingebaut werden. Nicht so angenehm, aber im Notfall eine Überlegung wert, sind Pollen-Filter Masken. Im Schlafzimmer nicht die Kleidung wechseln. Haare täglich waschen, da sich Pollen gut im Haar wie auch auf Kleidung halten.

2. Freizeitaktivitäten planen:

Vor allem mittags sollte ein Aufenthalt im Freien vermieden werden. Belastungen zu bestimmten Tageszeiten vorherzusagen ist vor allem wetterbedingt kaum möglich. Daher muss von Sport im Freien während der Pollensaison abgesehen werden. Sonnenbrille und Hut halten einen Teil der Pollen fern.

3. Hausmittel:

Nasenspülungen mit Kochsalzlösungen (zwei bis drei Esslöffel Salz in einem Liter lauwarmem Wasser auflösen und damit die Nase spülen) helfen Allerikern meist. Nasenglocke, Nasendusche und Nasengel sind weitere Möglichkeiten.

4. Bestimmte Orte aufsuchen:

Im Allgemeinen kann die Empfehlung Urlaub an der Küste oder in den Bergen zu machen gestützt werden. Es gibt aber auch Ausnahmen. Daher ist ein Blick auf die Prognosekarten hilfreich, um allergenfreie Wochen genießen zu können.

5. Garten:

Die Kleidung niemals im Freien trocknen lassen, da sich Pollen immer mehr darin anreichern. Den Rasen mähen lassen. Er sollte kurz gehalten werden, um das Blühen zu verhindern, am besten auch in den Nachbargärten. Nur selbst sollte man das nicht erledigen.

Neue Technologien im Umgang mit der Pollenallergie bei Kindern:

Der österreichische  Pollenwarndienst und Stallergenes Österreich , Spezialist der spezifischen Immuntherapie gegen Allergien,   haben ein gemeinsames kostenloses App (Judgement Day) entwickelt. Dieses App wird in kürzester Zeit im App-Store zur Verfügung stehen. Ziel ist, bei  Kindern  ab 6 Jahren spielerisch ein Bewusstsein für Allergie zu schaffen.  „Judgement Day“  ist ein amüsantes Spiel bei dem Cowboy Joe sich mit  Allergen-Monstern duelliert.  Je stärker die Pollenbelastung desto stärker werden die Gegner.  Das Spiel verlangt Geschicklichkeit und übermittelt Wissen durch Quizfragen.


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