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Zähneputzen kinderleicht

von Mag. Mladjana Pavlovic

Der Grundstein für gesunde Zähne wird in der Kindheit gelegt. Deshalb ist es wichtig, so früh wie möglich mit der Zahnpflege zu beginnen.
Bereits im zahnlosen Babymund kann mit einer Stoffwindel der Kieferkamm massiert und das Baby daran gewöhnt werden, dass es absolut normal ist, dass der Mundbereich berührt wird. Sobald das erste Zähnchen zu sehen ist, sollte man auf eine spezielle Babyzahnbürste umsteigen. Zahnpasta ist noch nicht notwendig.
Besonderes Augenmerk sollte man auf die Vorbildwirkung legen. Kinder imitieren sehr gerne das, was sie bei Erwachsenen oder älteren Geschwistern sehen. So sollte das tägliche Zähneputzen dazugehören wie das Anziehen von Kleidung.
Die Erhaltung der Mundgesundheit ist ein erreichbares Ziel. Empfehlungen, wie sie ihr Kind auf diesem Weg begleiten können, finden sie zum Beispiel in den beiden Broschüren „Gesunde Zähne babyleicht“ und  „Gesunde Zähne kinderleicht“ aus dem Programm „Tipptopp. Gesund im Mund und rundherum.“

Wie entsteht eigentlich Karies?

Karies ist eine Infektionskrankheit. Kariesbakterien werden meist schon im Babyalter übertragen. Häufiger Zuckerkonsum führt zur Vermehrung dieser Bakterien im Zahnbelag. Auch wenn es von Eltern gut gemeint ist, wenn sie einen verschmutzten Schnuller vermeintlich mit dem eigenen Mund reinigen, werden dabei die Kariesbakterien an das Kind weitergegeben.
Durch den Bakterienstoffwechsel wird Säure produziert, die den Zahnschmelz angreift und Mineralien herauslöst. Unser Speichel besitzt die Fähigkeit, diese Säuren zu neutralisieren und enthält alle notwendigen Mineralien um den Zahnschmelz wieder zu reparieren. Dies geschieht, sofern dieser Remineralisierungsprozess nicht durch häufige Zwischenmahlzeiten und/oder gezuckerte Getränke gestört wird.

Wie kann der Entstehung von Karies vorgebeugt werden?

Zum einen ist es wichtig auf eine zahngesunde Ernährung zu achten und zum anderen sind die regelmäßige Mundhygiene, sowie der halbjährliche Zahnarztbesuch für ein gesundes Lächeln unerlässlich.

Tipps für eine zahngesunde Ernährung:

Zähne und Körper freuen sich besonders über eine ausgewogene Ernährung mit kauintensiven, gesunden, frischen, heimischen und saisonalen Lebensmitteln!
Achten sie dabei besonders auf den versteckten Zucker. So enthalten z.B. Limonaden, Säfte oder Eistee bis zu 40 Würfelzucker pro Liter. Demnach ist Wasser einfach der gesündeste und preiswerteste Durstlöscher.
Naschen ja, aber richtig –  das heißt: Wenn Süßes, dann höchstens einmal täglich, gleich nach einer Hauptmahlzeit. Danach den Mund mit Wasser ausspülen.

Der richtige Zeitpunkt zum Zähneputzen:

Vor oder nach dem Frühstück und abends vor dem Zubettgehen sollen alle Zähne gründlich gereinigt werden. Werden zum Frühstück sehr säurehaltige Speisen und Getränke verzehrt, ist der Zahnschmelz erweicht. Unser Speichel benötigt Zeit um den Zahnschmelz wieder zu härten. Es empfiehlt sich daher eine Wartezeit von 30 – 45 Minuten zwischen Essen und Zahnreinigung einzuhalten. Sollten sie diese Zeit nicht haben, ist es sinnvoll vor dem Frühstück zu putzen und danach den Mund mit Wasser auszuspülen. Frühstückt man süß, dann ist das Zähneputzen danach empfehlenswert.
Wichtig ist, dass man abends nach dem Zähneputzen keinerlei Nahrung mehr zu sich nimmt. Durst mit Wasser stillen.

Welche Zahnbürste ist die richtige?

Für jedes Alter gibt es eine ideal angepasst Zahnbürste! Es stehen viele verschiedene Modelle zur Auswahl, was die Entscheidung manchmal schwer macht.
Wichtig sind: ein kleiner Kopf, abgerundete Borsten und ein altersgerechter Griff. Lassen sie das Kind die Farbe oder den Aufdruck aussuchen. Alles was gefällt, wird auch gerne benutzt.
In der Regel müssen sie die Zahnbürste nach 2-3 Monaten gegen eine neue tauschen. Nach Infektionskrankheiten und bei zerkauten oder ausgefransten Borsten, sollte die Bürste schon früher ersetzt werden.
Auch Zahnpasten sind unterschiedlich. So sind z. B. die Inhaltsstoffe für Kleinkindpasten so gewählt, dass kleine Mengen die verschluckt werden, kein gesundheitliches Problem darstellen. Wählen sie eine Paste, die für das Alter ihres Kindes geeignet ist und nicht zuletzt entscheidet der Geschmack, ob gerne damit geputzt wird.
Das „um und auf“: Eltern bitte nachputzen!
Bis zum Alter von 10 Jahren ist die Feinmotorik der Kinder ungenügend ausgeprägt, um selbstständig alle Zahnflächen erreichen zu können. Das tägliche Nachputzen eines Erwachsenen ist daher unbedingt erforderlich.

Der Besuch bei der Zahnärztin oder beim Zahnarzt:

Die Beziehung des Kindes zur Zahnarztpraxis kann angstfrei und positiv gestaltet werden. Bei regelmäßigen Kontrollterminen können Gesundheit festgestellt, bzw. unbemerkte Zahnschäden frühzeitig behandelt werden. Dadurch entwickelt ihr Kind eine positive Beziehung zur Ärztin oder zum Arzt und die Kontrollbesuche werden zur normalen Selbstverständlichkeit.

Wann zum ersten Mal zum Zahnarzt?

Bereits beim Durchbruch des ersten Zahnes sollte der Kontakt zur Zahnärztin oder zum Zahnarzt hergestellt werden.
Unsere Zähne sind ein wertvoller Schatz und es lohnt sich, gut darauf zu achten. Ein gesundes Milchgebiss fördert auch gesunde, bleibende Zähne.
Etwa im Alter des Schuleintritts bricht der erste bleibende Backenzahn – der sogenannte „6er-Zahn“ durch. An seiner Stelle war vorher kein Milchzahn. Die „6er“ sind besonders wichtig, da sie die größte Mahl- und Kauleistung besitzen und für die Stabilität des gesamten Gebisses eine bedeutende Rolle spielen. Bei manchen Kindern brechen diese Zähne ganz unbemerkt durch und werden, da sie weit hinten sind, nicht von Anfang an gut geputzt. Aufgrund der tiefen Grübchen und Fissuren dieser Zähne empfiehlt sich in manchen Fällen auch eine Fissurenversiegelung bei der Zahnärztin oder beim Zahnarzt durchzuführen.

Was tun, wenn Ihr Kind nicht Zähneputzen möchte?

  • Lassen sie ihr Kind bei der eigenen Zahnpflege zusehen und seien sie sich ihrer Vorbildwirkung bewusst.
  • Rituale sind für Kinder sehr wichtig. So können sie z.B. jeden Abend ein Zahnputzfest veranstalten oder einen Zahnputztanz erfinden. Lieder, Reime oder Geschichten lassen sich mit dem Zähneputzen verbinden. Sie können den einzelnen Zähnen Namen geben und während des Putzens nach dem jeweiligen Befinden fragen. Auch gegenseitiges Zähneputzen kann ein lustiges Spiel sein. Ein liebgewonnenes Ritual wird von den Kindern oft selbstverständlich eingefordert.
  • Kinder sind sehr interessiert an ihrem Körper. Erklären sie bereits den Kleinen, warum die Zähne so wichtig sind und warum wir sie wie einen Schatz hüten müssen und was wir unternehmen können, damit unsere Zähne gesund bleiben. Dieses Wissen darf es dann z. B. gerne an sein Lieblingsstofftier weitergeben.
  • Ihr Kind sagt, es kann schon alleine putzen? Prima! Lassen sie es erst selber putzen und putzen dann nach. 

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