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Das Baby isst mit: Kochen für Schwangere

von Christina Schnitzler

Was und wie eine Frau während der Schwangerschaft isst, spielt für die Entwicklung des Babys eine ganz wesentliche Rolle. Werdende Mütter sollten daher bei der Auswahl und Zubereitung von Speisen einige Regeln befolgen. Die Traditionelle Chinesische Medizin liefert ergänzend dazu wertvolle Ernährungsempfehlungen, um einerseits die Kräfte und die Substanz der Mutter aufrecht zu erhalten und andererseits das Wachstum des Babys positiv zu beeinflussen.

Typgerecht Kochen

Jeder Mensch hat einen anderen Stoffwechsel und somit auch einen unterschiedlichen Bedarf an Nährstoffen. Einige benötigen viel rotes Fleisch und fettreiche Fischsorten, während andere wiederum mit Getreide, Früchten und hellem Fleisch optimal versorgt sind. Lust auf Süßes oder Heißhunger auf bestimmte Speisen und Geschmacksrichtungen deuten meist auf einen Mangelzustand im Organismus hin.
Während der Schwangerschaft ist Ausgewogenheit das oberste Gebot. Beim Kochen sollten werdende Mütter daher auf eine gesunde Mischung aus Eiweiß, Fett und Kohlenhydraten achten. Die folgenden Nahrungsmittel bilden dabei die Basis für eine ausgewogene Kost:

  • Eiweiß: Eier, Fleisch, Fisch, Hülsenfrüchte, Nüsse, Milchprodukte (bei Verträglichkeit), Shiitake- und Austernpilze, eventuell Tempeh und Tofu.
  • Fette: Butterschmalz zum Kochen und Braten, Butter, Olivenöl, Omega-3-Fettsäuren (mehrmals pro Woche Fisch oder Fischölkapseln).
  • Kohlenhydrate: gekochtes Getreide wie Polenta, Reis,Hirse, Quinoa, Amaranth, Buchweizen, wenig Brot: getoastetes Roggen- oder Kamutbrot.
  • Gemüse (vor allem gekocht): Karotten, Kürbis, Süßkartoffeln, Kartoffeln, Fenchel, Sellerie, Stangensellerie, Spinat, Mangold, Brokkoli, Champignons, Paprika, Rote Rüben, Tomaten, Fisolen, Erbsen, Frühlingszwiebeln, kleine Mengen Blattsalate.
  • Obst: vor allem heimische Sorten als Kompott, Rote Grütze aus roten Beeren und Kirschen.

Regelmäßiges Essen ist für werdende Mütter besonders wichtig. Ideal sind drei Mahlzeiten über den Tag verteilt. Gegen Ende der Schwangerschaft sind sogar vier bis fünf kleinere Mahlzeiten pro Tag empfehlenswert.  
Achten Sie darauf stets qualitativ hochwertige Produkte zu kaufen und ausschließlich mit frischen Zutaten zu kochen, denn Ihr Baby isst mit. Optimal sind biologische Nahrungsmittel ohne chemische Zusätze wie Geschmacksverstärker oder Konservierungsstoffe. Prüfen Sie beim Einkaufen stets das Verfallsdatum und überzeugen Sie sich bei Fleisch und Fisch stets von der Frische.
Zwischen den Mahlzeiten sollte man auf ausreichend Flüssigkeitszufuhr achten. Für Schwangere eignen sich warmes (abgekochtes) Wasser, roter Traubensaft, Süßholzwurzeltee, Maishaartee (Himbeerblättertee), Melissentee und Misteltee. Als besonders bekömmlich hat sich auch eine Teemischung aus Brennnesselkraut, Frauenmantel, Himbeerblättern, Johanniskraut, Melissenblättern, Schafgarbenkraut und Zinnkraut erwiesen.
In der Traditionellen Chinesischen Medizin wird beim Kochen für Schwangere besonders auf die Stärkung der Mitte geachtet, um genügend Energie an das Ungeborene weitergeben zu können. Die Lebensenergie wird dabei vor allem in den Nieren gespeichert.

  • Lebensmittel, die die Nieren stärken: Walnüsse, schwarzer Sesam, Maroni, Fisch, Hülsenfrüchte, Hirse, Quinoa, Amaranth, Kürbis, Karotten, Fenchel.

Leiden Sie unter chronischer Müdigkeit, blassen Lippen oder eingeschlafenen Gliedmaßen so sind diese Symptome häufig auf Blutmangel zurückzuführen. Gerade in der Schwangerschaft muss vom Körper mehr Blut produziert werden, um das Baby zu nähren – deshalb legt die Traditionelle Chinesische Medizin großen Wert auf Blutstärkung.

  • Lebensmittel, die das Blut stärken: Huhn, Eier, Wurzelgemüse, Karotten, Rote Rüben, Pinienkerne, schwarzer Sesam, Maulbeeren, Datteln, Rosinen, Beeren, roter Traubensaft, Kirschen.

Auf diese Lebensmittel sollten Schwangere verzichten

Grundsätzlich sollten Sie während der Schwangerschaft bei einigen Lebensmitteln Vorsicht walten lassen.
Meiden Sie Folgendes:

  • Scharfe Gewürze wie Chili, Knoblauch, Curry, getrockneter Ingwer.
  • Frittiertes, Gegrilltes, schwer Verdauliches.
  • Kaffee, Schwarztee, Grüntee.
  • Rohmilchprodukte, Eier, Joghurt.
  • Rohes Gemüse und Obst, Zitrusfrüchte.
  • Alkohol.
  • Zu viel Süßes (vor allem weißer Zucker, Süßstoff, Eis).
  • Fertiggerichte, Mikrowellenkost, Tiefkühlkost.
  • Zu viel Brot.

Vorsicht auch bei Kräutern und Gewürzen! Hier kommt es vor allem auf die Menge an – nimmt man regelmäßig zu viel Basilikum, Beifuß, Estragon, Eisenkraut, Kardamom, Nelken, Oregano oder Zimt zu sich, so kann das frühzeitige Wehen auslösen.

Tipps bei Schwangerschaftsbeschwerden

Durch die körperliche Veränderung bringt eine Schwangerschaft oftmals einige Beschwerden mit sich. Diese können natürlich von Frau zu Frau ganz unterschiedlich sein. Am Häufigsten treten dabei Übelkeit, Sodbrennen und Wassereinlagerungen auf.
Morgendliche Übelkeit und Erbrechen während der ersten Schwangerschaftsmonate sind nach der Traditionellen Chinesischen Medizin auf ein Ungleichgewicht im Funktionskreis Milz und Magen zurückzuführen.
Tipp: Ein Tee aus frischem Ingwer kann bei Übelkeit und Erbrechen Abhilfe schaffen. Dazu ca. einen Zentimeter frischen Ingwer klein schneiden und zusammen mit etwas unbehandelter Orangenschale mit einem halben Liter kochendem Wasser übergießen. Das Gemisch anschließend einige Minuten ziehen lassen und bei Bedarf mit etwas Rohrzucker süßen. Vor jeder Mahlzeit einige Schlucke trinken.
Sodbrennen kann auf ein Ungleichgewicht im Funktionskreis Leber und Gallenblase hindeuten. Hier gilt es vor allem scharfe und zu üppige Speisen zu vermeiden.
Tipp: Ein bewährtes Hausmittel gegen Sodbrennen sind in der Traditionellen Chinesischen Medizin die sogenannten Umeboshipflaumen (eine Art Marillen, die in einer salzigen Lake eingelegt werden). Sie enthalten sehr viel Kalzium, Phosphor und Eisen. Nach einer Mahlzeit eingenommen wirken sie regenerierend auf das Verdauungssystem. 
Gegen Ende der Schwangerschaft machen vielen Frauen geschwollene Arme und Beine zu schaffen. Wassereinlagerungen entstehen vor allem durch Nierenschwäche.
Tipp: Bei Wassereinlagerungen hilft viel trinken. Hände weg allerdings von eisgekühlten Getränken. Optimal ist abgekochtes Wasser warm getrunken, denn dadurch können Schlackenstoffe am besten aus dem Körper abtransportiert werden. Hände weg auch von abkühlenden Nahrungsmitteln im Übermaß wie Tomaten, Joghurt, Mineralwasser, Melone, Orangen und weißem Zucker. Sie schwächen die Nieren und fördern die Einlagerungen.

Stärkende Rezeptideen

Hühnerkraftsuppe

(Besonders gut für den Blutaufbau während der Schwangerschaft und nach der Entbindung).

Zutaten für 4 Personen:
1 Suppenhuhn, 3-5 Liter Wasser, 1 Karotte, 1 Scheibe Sellerie oder Stangensellerie, Bocksdornkleefrüchte, rote Datteln, ½ Zwiebel, etwas Lauch, etwas Ingwerwurzel, Pfefferkörner, 1 Lorbeerblatt, ev. eine Hand voll schwarze Sojabohnen und ein Stück Wakame-Alge.
Zubereitung:

  • Suppenhuhn mit 3-5 Litern Wasser aufkochen, Schaum abschöpfen.
  • Karotte, Sellerie oder Stangensellerie, eventuell Bocksdornkleefrüchte und rote Datteln, Zwiebel, Lauch, Ingwerwurzel, Pfefferkörner und Lorbeerblatt hinzugeben.
  • Eventuell schwarze Sojabohnen und ein Stück Wakame-Alge dazu geben und salzen.
  • Suppe mindestens drei Stunden köcheln lassen. Nach ca. einer Stunde das Fleisch von Brust und Keulen ablösen und kühl stellen. Den Rest des Huhns weiter mitkochen.
  • Anschließend Suppe abseihen und das zuvor abgelöste Fleisch als Suppenbeilage dazugeben.

Tipp: Die Hühnerkraftsuppe kann problemlos in größeren Mengen vorgekocht werden und in Schraubgläsern im Kühlschrank einige Tage lang aufbewahrt werden.

Mediterraner Kartoffelsalat mit gebratenem Huhn

Zutaten für 4 Personen:1kg festkochende Kartoffeln, 100g eingelegte Tomaten, 1 Bund Frühlingszwiebel, 200g Cocktailtomaten, 2EL Kalamata Oliven, 1EL Pinienkerne, 2EL Weißweinessig, 3EL Olivenöl.4 Stück Hühnerbrust mit Haut, 2EL Olivenöl, Rosmarin, Thymian, Salz, Pfeffer, 1EL Butter.
Zubereitung:

  • Die Kartoffeln in reichlich Salzwasser gar kochen. Je nach Größe der Kartoffeln kann das 30 bis 50 Minuten dauern.
  • Die Frühlingszwiebeln putzen, waschen und in Ringe schneiden. Cocktailtomaten waschen. Wer möchte, kann die Pinienkerne ohne Fett kurz in der Pfanne rösten. Vorsicht, diese werden schnell schwarz.
  • Die Kartoffeln nach dem Kochen etwas auskühlen lassen und anschließend in grobe Stücke schneiden.
  • In einer großen Schüssel alle Zutaten miteinander vermischen. Kräftig mit Olivenöl, Essig, Salz und Pfeffer abschmecken.
  • Die Hühnerbrust mit Olivenöl, Salz und Pfeffer einreiben und in einer Pfanne mit der Hautseite zuerst anbraten. Rosmarin, Thymian und ein Stück Butter dazugeben und im Backofen fertig garen.

Birnentiramisu

(Günstig für den Blutaufbau während der Schwangerschaft)
Zutaten für 4 Personen:
4 Birnen, 250ml Birnensaft, 150g Topfen, 1 Orange, 150g Schlagobers, Vollkornbiskotten, 1 Prise Zimt, Gewürznelken, Bitterschokolade.
Zubereitung:

  • Birnen schälen und in Stücke schneiden. Birnensaft mit etwas Wasser mischen und mit Zimt und den Gewürznelken erhitzen. Die Birnen darin weich kochen. Nelken danach entfernen und die Birnen aus dem Sud nehmen und pürieren. Anschließend den Sud und das Birnenmus abkühlen lassen.
  • Obers aufschlagen, Topfen mit Orangenschale und wenig Orangensaft würzen. Danach das Birnenmus unter den Topfen rühren und zum Schluss das Obers vorsichtig unterheben.
  • Die Biskotten mit dem Birnensud beträufeln und die Topfenmasse abwechselnd mit den Biskotten in eine Form schichten.
  • Zum Garnieren etwas Bitterschokolade darauf reiben.

Kochworkshop „Ernährung in der Schwangerschaft“

Ernährungsberaterin Christina Schnitzler vereint in ihren Kochworkshops gekonnt Theorie und Praxis. Beim Workshop „Ernährung in der Schwangerschaft“ erklärt sie, wie man mit den richtigen Nahrungsmitteln eine gute Basis für Mutter und Kind schafft. Unter Anleitung zaubert schließlich jeder Teilnehmer zusammen mit der Köchin Doreen Schindler (ehem. Köchin im Hotel Sacher Wien) ein gesundes 3-Gang-Menü mit frischen, saisonalen Produkten. Ergänzend dazu geht Christina Schnitzler auf die verschiedenen Stoffwechseltypen ein, analysiert mittels kinesiologischem Schnelltest etwaige Nahrungsmittelunverträglichkeiten und gibt hilfreiche Tipps rund um das Thema Ernährung. Anschließend können beim gemeinsamen Abendessen Erfahrungen ausgetauscht werden.
Datum: Freitag, 28. Oktober 2011
Zeit: 16 – 19 Uhr
Ort: Ernährungsberatung Christina Schnitzler, Mariahilferstraße 112/2/18, 1070 Wien
Kosten inkl. Zutaten und Kursunterlagen: € 75,00
Anmeldung: E-Mail an info@qiboli.com oder telefonisch unter 0664/460 68 10


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