Zum Inhalt Zum Menü
Farbiger Bogen Farbiger Bogen Ei Schwerpunktthemen Zahnrad Lupe Share on Twitter Twitter Logo Share on Facebook Facebook Logo Share via E-Mail E-Mail Pfeil lang Pfeil nach unten Pfeil nach links Pfeil nach rechts Karte mit Marker Newsletter Links Bestellservice Literaturtipps Studien Elternbildung Login/Logout Hand Schließen Marker mit Hand YouTube Ei-Rahmen für Bilder info forum head helpdesk home info list logout message student task upload add burger burger_close courses delete download edit check link media preview preferences-elearning image share play-store-icon app-store-icon

Familienbeihilfe mit Kinderabsetzbetrag, Schulstartgeld, Mehrkindzuschlag (Stand 1.1.2017)

von Dr. Heinz Wittmann

Allgemeine Anspruchsvoraussetzungen

Eltern mit österreichischer Staatsbürgerschaft haben unabhängig von der Höhe ihres Einkommens Anspruch auf Familienbeihilfe für ihre Kinder bis zu deren Volljährigkeit, wenn sich der Mittelpunkt der Lebensinteressen in Österreich befindet und sich das Kind ständig in Österreich aufhält.

Aufgrund ausdrücklicher gesetzlicher Anordnung ist die Mutter vorrangig anspruchsberechtigt.

Für nichtösterreichische Staatsbürger/innen aus Drittstaaten gilt zusätzlich, dass der Elternteil und das Kind sich rechtmäßig nach §§ 8 und 9 des Niederlassungs- und Aufenthaltsgesetzes in Österreich aufhalten müssen.

Staatsangehörige der EU/des EWR sind österreichischen Staatsangehörigen grundsätzlich gleichgestellt. Bei grenzüberschreitenden Fällen innerhalb der EU/des EWR und der Schweiz bestehen europarechtliche Sonderregelungen zum Bezug von Familienleistungen.

Familienbeihilfe für volljährige Kinder

Für volljährige Kinder in Berufsausbildung kann die Familienbeihilfe grundsätzlich  bis zur Vollendung des 24. Lebensjahres gewährt werden.

Für die Auszahlung bis maximal zur Vollendung des 25. Lebensjahres gibt es Ausnahmeregelungen, wenn vor Beendigung des 24. Lebensjahres des Kindes

  • der Präsenz-Ausbildungs- oder Zivildienst abgeleistet wurde,
  • bei Schwangerschaft bzw. Geburt eines Kindes,
  • das Kind erheblich behindert ist/wird,
  • bei Studien von mindestens 10 Semestern Dauer, wenn es in dem Kalenderjahr
    begonnen wurde, in dem das Kind das 19. Lebensjahr vollendet hat
    – bei Einhaltung der Mindeststudienzeit
    – bis zum erstmöglichen Studienabschluss
  • bei Absolvierung einer freiwilligen Hilfstätigkeit bei einem gemeinnützigen
    Träger der freien Wohlfahrt.

Für dauernd erwerbsunfähige Kinder gilt keine Altershöchstgrenze, wenn die voraussichtlich dauernde Erwerbsunfähigkeit vor Vollendung des 21. Lebensjahres oder während einer Berufsausbildung vor Vollendung des 25. Lebensjahres eingetreten ist.

Während der Zeit des Präsenz- oder Zivildienstes besteht grundsätzlich  kein Anspruch auf die Familienbeihilfe.

Kein Anspruch besteht auch für ein Kind, dem Unterhalt von seinem (früheren) Ehegatten zu leisten ist.

Familienbeihilfe und Freiwilliges Engagement

Es besteht Anspruch auf die Familienbeihilfe auch während einer  Freiwilligentätigkeit im Rahmen des Freiwilligen Sozialjahres, des Freiwilligen  Umweltschutzjahres, des Gedenkdienstes, des Friedens- und Sozialdienstes im Ausland und des Europäischen Freiwilligendienstes.

Der Träger, der die Freiwilligentätigkeit anbietet, muss dazu vom Bundesministerium für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz mit Bescheid anerkannt sein.

Nähere Informationen zu diesen Anbietern erhalten Sie beim zuständigen Ministerium unter www.bmask.gv.at  bzw. beim Sozialtelefon unter 0800 20 16 11.

Eigene Einkünfte eines volljährigen Kindes

Erzielt ein Kind, für das Familienbeihilfe bezogen wird, eigene Einkünfte ab dem Kalenderjahr, in dem es das 20. Lebensjahr vollendet, so darf das zu versteuernde Gesamteinkommen den Betrag von 10.000 Euro pro Jahr nicht übersteigen. Wird der Betrag von 10.000 Euro überschritten, ist ab dem Kalenderjahr 2013 nur mehr jener Betrag zurück zu zahlen, um den der Grenzbetrag überschritten wurde.
Höhe der Familienbeihilfe mit Kinderabsetzbetrag und Geschwisterstaffelung, Erhöhungsbetrag bei erheblicher Behinderung

Die Familienbeihilfe ist nach dem Alter der Kinder unterschiedlich hoch.
Inklusive Kinderabsetzbetrag macht die

  • allgemeine Familienbeihilfe 170,2 Euro monatlich aus,
  • für ein Kind ab drei Jahren 178 Euro monatlich,
  • für ein Kind ab zehn Jahren 197,2 Euro monatlich und
  • für ein Kind ab 19 Jahren 220,4 Euro monatlich.

Die Anzahl der Kinder wird über die Auszahlung von Erhöhungsbeträgen
(=Geschwisterstaffelung) berücksichtigt.

2 Kinder:  6,9 zusätzlich pro Kind
3 Kinder:  17,0 zusätzlich pro Kind
4 Kinder:  26,0 zusätzlich pro Kind
5 Kinder:  31,4 zusätzlich pro Kind
6 Kinder:  35,0 zusätzlich pro Kind
ab 7 Kindern:  51,0 zusätzlich pro Kind

Für erheblich behinderte Kinder gibt es einen Zuschlag von 152,9 Euro monatlich. Diese erhöhte Familienbeihilfe muss gesondert beantragt werden.

Gemeinsam mit der Familienbeihilfe wird der Kinderabsetzbetrag überwiesen, er beträgt 58,40 Euro pro Kind und Monat.

Auf der Website des Familienministeriums finden Sie einen Familienbeihilfen-Rechner, der Sie bei der Berechnung der Ihnen zustehenden Beihilfebeträge unterstützt.

Die Familienbeihilfe wird – gemeinsam mit dem Kinderabsetzbetrag – monatlich ausgezahlt.

Antragslose Gewährung der Familienbeihilfe anlässlich der Geburt

Ab dem 1. Mai 2015 ist es bei Geburten im Inland nicht erforderlich, für das neugeborene Kind einen Antrag auf Familienbeihilfe zu stellen bzw. ein  Antragsformular auszufüllen oder das Finanzamt zu kontaktieren.

Das Finanzamt wird von sich aus tätig:  Wenn alle Anspruchs- und Auszahlungsvoraussetzungen vorliegen, wird die Familienbeihilfe anlässlich der Geburt automationsunterstützt ausbezahlt und es ergeht eine diesbezügliche Mitteilung.

Wenn Daten bzw. Unterlagen fehlen, bekommen Sie ein Informationsschreiben  des Finanzamtes mit konkreten Rückfragen zur Beantwortung.

Antrag auf Familienbeihilfe in anderen Fällen

In anderen Fällen als bei Geburten im Inland kann ein Antrag auf Familienbeihilfe  elektronisch über FinanzOnline oder mit dem Formular Beih 1 beim Wohnsitzfinanzamt gestellt werden.

Direktauszahlung der Familienbeihilfe an Volljährige

Es ist eine Direktauszahlung der Familienbeihilfe mit Kinderabsetzbetrag an volljährige Kinder möglich.

Die Zustimmung des anspruchsberechtigten Elternteils muss vorliegen. Um steuerrechtliche und unterhaltsrechtliche Probleme zu vermeiden, sind die Eltern weiterhin Anspruchsberechtigte. Rückforderungen an Familienbeihilfe richten sich daher an den anspruchsberechtigten Elternteil.

Die Beantragung erfolgt mit dem Formular Beih 20, die Auszahlung nur auf ein Girokonto des volljährigen Kindes.

Schulstartgeld

Ein Schulstartgeld von 100 Euro wird für jedes Kind im Alter zwischen 6 und 15  Jahren gemeinsam mit der Familienbeihilfe für den September ausgezahlt. Ein eigener Antrag ist dafür nicht notwendig.

Mehrkindzuschlag

Der Mehrkindzuschlag beträgt monatlich 20 Euro und steht für jedes dritte und weitere Kind zu, für das Familienbeihilfe gewährt wird. Allerdings  darf das steuerpflichtige Familieneinkommen 55.000 Euro jährlich nicht überschreiten.

Herangezogen wird dafür das Einkommen des Kalenderjahres, das vor dem Jahr liegt, für das der Mehrkindzuschlag beantragt werden soll. Wird also der Mehrkindzuschlag für das Jahr 2016 beantragt, ist das Einkommen des Jahres 2015 zugrunde zu legen  und dieses durfte den Betrag von 55.000 Euro nicht übersteigen.

Der Mehrkindzuschlag ist für jedes Kalenderjahr gesondert im Zuge der (Arbeitnehmer-)Veranlagung oder direkt beim Wohnsitzfinanzamt geltend zu machen. Zur direkten Beantragung (wenn kein Steuerausgleich erfolgt, weil z.B. der antragstellende Elternteil in Elternkarenz ist) steht das Formular E 4 zur Verfügung.


Kommentare

Heidi Wolf

Es ist löblich, dass es für Kinder ein Schulstartgeld gibt. Nur verstehe ich nicht warum das nicht für Kinder in weiterbildenden Schulen auch ausbezahlt wird. Ich bin alleinerziehend und meine Tochter ist auf Grund einer vorherigen Krankheit erst im Vorjahr in die Handelsschule eingestiegen. Heuer wird sie 18 und kommt in die 2. Schulstufe der HAS. Auch wir können einen 100er zum Schuleinstieg gut gebrauchen. MfG Heidi Wolf


Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*

Diese Website verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Website erklären Sie sich mit der Verwendung von Cookies einverstanden.

Mehr erfahren