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Kostenfalle Handy

von DI Barbara Buchegger

Hinter der Nutzung von Handy und Smartphone verstecken sich unzählige Kostenfallen, die für Kinder und Eltern oft zur bösen Überraschung werden können. Hier einige Tipps, damit es gar nicht erst dazu kommt: 

  • Besprechen Sie mit Ihrem Kind, wer die Handyrechnung bezahlt und was passiert, wenn die vereinbarten Kosten überschritten werden.
  • Wählen Sie den für die Bedürfnisse Ihres Kindes günstigsten Mobilfunkanbieter und Tarif. Siehe auch: Wie finde ich den geeignetsten Handytarif? (https://www.saferinternet.at/handy-smartphone/#c2158)
  • Als Einstieg für Kinder sind eventuell Wertkartenhandys sinnvoll, da hier ein genauer Überblick über die Kosten gegeben ist.
  • Bewusstes Handyverhalten: Besprechen Sie mit Ihrem Kind, was das Telefonieren, SMS senden, Internet surfen etc. beim jeweils gewählten Tarif kostet – vor allem dann, wenn die Monatslimits überschritten werden. Eine Überschreitung der Limits kann schnell hohe Kosten verursachen!
  • Weisen Sie Ihr Kind auf die Kosten von Mehrwertdiensten hin und überlegen Sie eine generelle Sperre beim Mobilfunkanbieter. Siehe auch: Unerwünschte Mehrwertdienste – was tun? https://www.saferinternet.at/handy-smartphone/#c2244
  • Bei der Handynutzung im Ausland fallen oft unterschätzte Zusatzkosten – z.B. durch die Internetnutzung –  an. Siehe auch: Was ist bei der Handynutzung im Ausland zu bedenken?  https://www.saferinternet.at/handy-smartphone/#c2159
  • Das mobile Surfen am Handy kann unerwartet hohe Kosten verursachen – z.B. wenn Sie einen Handytarif ohne Datenpauschale nutzen oder eine vereinbarte Datenpauschale überschreiten. Seit 1. Mai 2012 müssen Mobilfunkbetreiber bei Erreichen von € 60.- die mobilen Datendienste für den restlichen Verrechnungsmonat sperren. Die Handynutzer/innen werden per SMS informiert, wenn das gebuchte Datenvolumen fast verbraucht ist oder der Entgeltstand € 30.- beträgt. Vorsicht: Die Sicherheitssperre kann z.B. durch Anruf beim Anbieter durch Nennung des Kundenkennworts wieder aufgehoben werden. Sollte Ihr Kind das Kennwort kennen, so sprechen Sie mit ihm darüber, dass das Aufheben der Sperre sehr hohe Kosten zur Folge haben kann.
  • Ablocke: Viele kostenlose Apps finanzieren sich über Werbeeinschaltungen, über die man auch Bestellungen tätigen kann oder auf Angebote im Internet weitergeleitet wird. Neben der breiten Masse der seriösen Werbeangebote gibt es auch Fallen, bei denen versteckt Bestellungen oder Abo-Verträge abgeschlossen werden. Die Nutzer/innen werden dabei nicht ausreichend über die Vertragsbedingungen und Preise informiert. Oft wird dies erst im Nachhinein bemerkt, da manche dieser zweifelhaften Angebote erst über die nächste Handyrechnung abgerechnet werden.
  • „In-App“-Käufe: Weiters besteht bei manchen Apps (z.B. bei Spielen) die Möglichkeit, in der Anwendung selbst ein Guthaben oder Punkte zu kaufen („In-App“-Käufe), ohne den klassischen Bestellprozess zu durchlaufen. Damit besteht die Gefahr, unbewusst Geld auszugeben. Oft tätigen auch Kinder unbewusst Bestellungen, wenn sie mit dem Smartphone spielen. Nutzen Sie daher lieber eine Pre-Paid Karte und geben Sie das Passwort für Ihre Kreditkarte nicht an Ihre Kinder weiter. 

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