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Mit MINI-MINT von Anfang an die Welt entdecken

von MAS Brigitte Lackner

Elternbildung
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MINT steht für die Fachbereiche Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik. In einer Welt, die von rasanten Veränderungen geprägt ist, sind MINT Kompetenzen immer mehr gefragt und beeinflussen viele Bereiche unseres Lebens. Es gibt in der Bildungskette bereits zahlreiche Initiativen, die MINT Kompetenzen im Bereich Kindergarten und Schule fördern und das Bewusstsein dafür stärken wollen. In diesem Beitrag geht es um die Unterstützung und Förderung der MINT Kompetenzen von jungen Kindern zwischen 0 und 3 Jahren.

MINI-MINT
MINT umgibt uns im Alltag überall. Junge Kinder sind von Geburt an und von Natur aus neugierig und daran interessiert die Welt, die sie umgibt zu entdecken und zu erforschen. Sie wollen selbst aktiv werden, Dinge ausprobieren und im Experimentieren neue Erfahrungen machen. Und sie nutzen für all das die beste Lernform, die es in diesem Lebensabschnitt gibt – das Spiel. Ob beim Aufeinanderstapeln von Bausteinen, beim Matschen in der Sandkiste oder beim „Mithelfen“ in der Küche, überall werden MINT Erfahrungen gemacht.

Kinder, die in ihren MINT-Kompetenzen gefördert und in ihrem Tun bestärkt werden, entwickeln ein positiveres Selbstkonzept in Bezug auf Naturwissenschaft und Technik. Dies hat zur Folge, dass sie sich zukünftig mit einem weit größeren Selbstvertrauen technischen Herausforderungen annähern und diese mit einem anderen Selbstverständnis meistern werden. Gerade deshalb ist der frühe Kontakt mit entdeckendem und forschendem Lernen im MINT-Bereich so wichtig.

Von Anfang an wird beim Kind dazu  in der Familie der Grundstein gelegt und damit der Weg für eine MINT-Begeisterung geebnet. Eltern leisten einen wesentlichen Beitrag, indem sie ihren Kindern im Alltag die Möglichkeiten geben MINT Erfahrungen zu machen, wie zB. beim Spazierengehen gemeinsam mit dem Kind die Ameise am Weg genau beobachten und sie zu ihrem Bau verfolgen oder das Spiel in der Badewanne mit unterschiedlichen Gefäßen unterstützen, wobei junge Kinder ganz nebenbei und spielerisch erste mathematische Erfahrungen mit Volumen machen.

Eltern-Kind-Gruppen sind für viele Familien eine ideale Ergänzung in der Zeit vor dem Kindergartenbesuch. In diesen Gruppen von annähernd Gleichaltrigen mit ihren Begleitpersonen  werden schon immer MINT Themen aufgegriffen und auf verschiedenen Ebenen (Hören, Sehen, Erleben, Tun) altersgerecht auf spielerische Art und Weise näher gebracht. Fingerspiele, Bewegungslieder, Vorlesesituationen und Spielaktionen mit Naturmaterialen und Alltagsgegenständen sind dabei ideale Methoden.

Gleichzeitig erleben die Begleitpersonen in der Eltern-Kind-Gruppe wie man auf die Interessen und Bedürfnisse der Kinder eingehen und sich mit jungen Kindern diesen Themen nähern kann und werden ermutigt, das auch zu Hause im Alltag mit ihren Kindern zu tun.

Wichtig ist hier zu erwähnen, dass es nicht darum geht, Wissen, das in Kindergarten und Schule vermittelt wird vorwegzunehmen, sondern darum auf die Interessen der 0-3 jährigen in ihrem    (Spiel-)Alltag in altersgerechter Form zu reagieren.

MINI-MINT und Vorlesen
Vorlesen ist für die kindliche Entwicklung ein wichtiges, unterstützendes Element und kann als eine Art „spielerisches Förderprogramm“ verstanden werden.  In Vorlesesituationen stärken Kinder ihr Gefühl für Sprache, ihr phonologisches Bewusstsein, trainieren  Beobachtung beim Anschauen von Bilderbüchern, trainieren Phantasie und Wortschatz. Sie lernen zu hinterfragen und Konzentration und Gedächtnis werden gefordert. Neben der Wissensvermittlung werden auch soziale Kompetenzen und Kommunikation geschult. Eltern und Betreuungspersonen können in Vorlesesituationen können junge Kinder in der Entwicklung all dieser Kompetenzen begleiten. Denn die meisten Geschichten-  Sach- und Bilderbücher für junge Kinder liefern bei näherem Hinsehen MINT Anreize. Ob es das Wimmelbilderbuch ist, das eine Baustelle darstellt und damit unendlich viele Gesprächsimpulse über die Technik verschiedener Baufahrzeuge liefert, oder die Geschichte vom kleinen Bären, der im Wald seine Mama sucht und anderen Waldbewohnern begegnet – überall steckt MINT drin.

Eltern-Kind-Gruppen verstehen sich als Orte der Sprach- und Leseförderung von Anfang an und bereichern Vorlesesituationen mit Hilfe von Angeboten zum Hören, Sehen, Entdecken und Be-greifen durch aktives Tun. So wird zB. nach dem gemeinsamen Anschauen eines Farbenbilderbuches  beim Mischen von Lebensmittelfarben experimentiert oder nach dem Vorlesen der „Kleinen Raupe Nimmersatt“ gemeinsam ein Obstsalat mit den darin vorkommenden Obstsorten verkostet.

Ideen für viele kleine MINT Anlässe für Zuhause oder die Eltern-Kind-Gruppe haben die MitarbeiterInnen der MARKE Elternbildung  zusammengestellt. Nähere Informationen dazu gibt es hier: https://bildung.graz-seckau.at/dl/KsnkJKJKnmLKJqx4mJK/

Viel Spaß bei vielen „MINTigen“ Erlebnissen!


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