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Soll ich mit meinem Kind oder Jugendlichen einen Kinder- und Jugendpsychiater aufsuchen?

von Dr. Christoph Göttl

Kinder und Jugendliche können, genau so wie Erwachsene auch, als Ausdruck einer Krise kinder- und jugendpsychiatrische Symptome entwickeln. Die Ursachen sind meist ein komplexes Zusammenspiel aus körperlichen, psychologischen und sozialen Aspekten, die gemeinsam zur Entwicklung der Symptomatik führen. Eltern stellen sich dann oft die Frage: Was ist schuld an der Symptomatik meines Kindes? Bin ich schuld? Oder sind es die Gene? Oder die schweren Lebensereignisse, die mein Kind erleben musste? In so einer Situation fällt es schwer, sich dazu zu entscheiden, einen Facharzt oder eine Fachärztin für Kinder- und Jugendpsychiatrie aufzusuchen.
Auch die Kinder selbst sind mit der Frage konfrontiert, weshalb sie Symptome entwickeln. Sind sie schlechte Kinder?
Ich kann sie beruhigen: Sie sind schuld. Ihr Kind ist schuld. Die Gene sind schuld. Die Lebensereignisse sind schuld. Die Schule ist schuld. Die Nervenbotenstoffe, Neurotransmitter genannt, sind schuld. In einem komplexen Zusammenspiel vieler Faktoren kann zu recht jeder von diesen herangezogen werden, um das Konzept Schuld, der einen oder anderen Seite zuzuschieben. Nur, so funktionieren wir nicht. Symptome sind Ausdruck einer Überlastung des Systems. Und ein System besteht nun einmal aus vielen Teilen. Und ein System ist mehr als die Summe seiner Teile. Jetzt werden Sie sich die Frage stellen:
Aber wann soll ich mit meinem Kind oder Jugendlichen zu einem Kinder- und Jugendpsychiater kommen? Hier sind einige der möglichen Situationen angesprochen, in denen ein Facharzt für Kinder- und Jugendpsychiatrie hilfreich sein kann:

  1. Mein Kind/Jugendlicher kann seine Emotionen nicht gut selbst regulieren. Wutausbrüche, Weinkrämpfe oder überwältigende Trauer, Angstanfälle oder distanzlose Annäherung sind die Folge.
  2. Mein Kind/Jugendlicher verwickelt sich ständig in Konflikte mit Gleichaltrigen oder Erwachsenen.
  3. Mein Kind/Jugendlicher hat Schlimmes erlebt und sich seither verändert.
  4. Mein Kind/Jugendlicher wiederholt auffällige Bewegungen oder wiederholt Wörter/Sätze/Silben oder Handlungen. Diese Wiederholungen irritieren und passen gar nicht in die Situation.
  5. Mein Kind/Jugendlicher ist ständig in Bewegung, ist leicht ablenkbar, vergisst oder verliert häufig etwas, kann nicht warten.
  6. Mein Kind/Jugendlicher kann sich von bestimmten Gedanken/Befürchtungen nicht lösen und beschäftigt sich damit quälend.
  7. Mein Kind/Jugendlicher redet davon, nicht mehr leben zu wollen.
  8. Mein Kind/Jugendlicher verletzt sich selbst mit Schneiden, Kopfschlagen, Brennen oder ähnlichem.
  9. Mein Kind/Jugendlicher hat sich verändert und ich mache mir Sorgen.
  10. Mein Kind/Jugendlicher kann sein Essen nicht kontrollieren oder verweigert ausreichende Nahrungsaufnahme.
  11. Mein Kind nässt oder kotet ein.
  12. Mein Kind/Jugendlicher kann nicht einschlafen oder wacht nachts auf.
  13. Mein Kind/Jugendlicher sieht oder hört etwas, was Andere nicht wahrnehmen können.
  14. Mein Kind/Jugendlicher ist fixiert auf bestimmte Gegenstände oder Computerspiele.
  15. Ich mache mir Sorgen oder weiß, dass mein Kind/Jugendlicher Alkohol trinkt oder Drogen einnimmt.
  16. Mein Kind/Jugendlicher lügt, stiehlt, schlägt, legt Feuer, quält Tiere, streitet mit allen oder läuft weg.
  17. Mein Kind/Jugendlicher zieht sich zurück und hat keinen Kontakt zu Gleichaltrigen. Oder dieser misslingt wiederholt, sodass es keine Freunde hat.

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