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Was bedeutet Sexualerziehung

von DSA Bettina Weidinger

Die breite Palette an Fähigkeiten, die notwendig ist, um eine erfüllte, gesunde, zufriedenstellende wie auch respektvolle Sexualität leben zu können, wird nicht erst in der Pubertät und schon gar nicht erst im jungen Erwachsenenalter erworben. Jene Fähigkeiten, die viele Menschen als sinnvoll und wichtig für den Umgang mit erwachsener Sexualität erachten, werden im Laufe des Lebens erworben.
Erfahrungen, die mit Emotionen, Körpergefühlen, sexuellen Gefühlen und Lust zu tun haben, werden ab der Geburt gesammelt und beeinflussen die späteren Fähigkeiten im Umgang mit der erwachsenen Sexualität.
Sexualerziehung ist daher ein kontinuierlicher Prozess, der ab der Geburt beginnt. Sexualerziehung ist das respektvolle Anerkennen des Kindes als sexuelles Wesen.

Sexualerziehung kann dann gelingen, wenn Eltern zur  Auseinandersetzung und Reflexion mit sich selbst bereit sind, wenn ein Wissen über die sexuelle Entwicklung von Kindern und Jugendlichen besteht, wenn Respekt und das Wahren von Grenzen höher gestellt werden können als moralisierende und unterdrückende Bemerkungen über das sexuelle und emotionale Verhalten des Kindes.
Die sexuelle Entwicklung kann immer nur im Lichte der aktuellen gesellschaftlichen Bedingungen betrachtet werden und kann daher nur als Tendenz gesehen werden! Artikel, die sich mit der sexuellen Entwicklung von Kindern beschäftigen können nur  jene Verhaltenstendenzen beschreiben, die viele Kinder in unserer Gesellschaft zeigen – ob dies auch so wäre, wenn wir anderes leben und denken würden, sei dahingestellt.
Der sexuelle Lernprozess ist ein individueller Entwicklungsprozess, in welchem Kompetenzen auf emotionaler, sozialer, kognitiver, körperlich motorischer und kinästhetischer Ebene, wie auf der Ebene der Körperwahrnehmung gesammelt werden. Innerhalb der ersten 10 Lebensjahre werden die sexuellen Basiskompetenzen  erworben. Ein förderliches oder hemmendes Umfeld entscheidet letztendlich darüber, wie gut die Ausstattung mit den sexuellen Basiskompetenzen erfolgt.
Auch wenn sexuelles Lernen im Sinne der Erweiterung von Kompetenzen in jedem Alter stattfinden kann, so ist eines völlig klar: Kinder, die in den ersten zehn Lebensjahren eine gute sexuelle Basiskompetenz entwickeln konnten, können eigene sexuelle Bedürfnisse wahrnehmen, dadurch Grenzen spüren und artikulieren und haben es leichter im Umgang mit Nähe und Distanz. Sie sind nicht nur freier und genussvoller im Umgang mit der eigenen Sexualität – es ist für sie auch einfach, eigene wie fremde Grenzen zu respektieren und soziale Regeln einzuhalten.  

Sexuelle Basiskompetenzen

  • Differenzierte Körperwahrnehmung
  • positives Körperschema
  • Positiver Zugang zum Geschlechtsorgan
  • ausreichendes altersadäquates Wissen über Sexualität
  • differenzierte Wahrnehmungsfähigkeit von Gefühlen
  • Fähigkeit Gefühle ausdrücken zu können
  • Wissen über soziale Regeln
  • Fähigkeit Nähe und Distanz zu regulieren
  • Spaß an der Bewegung im eigenen Möglichkeitsrahmen
  • Fähigkeit Gefühle zu modulieren
  • Erwerb von Lustkompetenzen auf unterschiedlichen Ebenen – gemeinsam Spielen, körperliche Aktivitäten, kreative Betätigungen, genussvolles Trödeln,…

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