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Welche psychosozialen Folgen hat es, wenn mein Kind andere mobbt?

von Mag.a Petra Gründl

Elternbildung
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Allzu oft wird, wenn die Frage nach den Folgen von Mobbing angesprochen wird, in erster Linie an die Folgen für das Opfer gedacht. Doch auch fast alle anderen in der Gruppe, selbst die, von denen die Mobbinghandlungen ausgehen, leiden unter Mobbing (wenn auch meist nicht in gleich intensiver Weise wie das Opfer) und werden durch Mobbing in ihrer sozialen und persönlichen Entwicklung beeinträchtigt. Mobbing wirkt auf die gesamte Gruppe, weil es ja auch nur funktioniert, wenn die Gruppe, mitmacht.

Auch wenn die einzelnen Mobbinghandlungen gezielt gegen ein Kind gerichtet sind, sollen sie doch die restlichen Kinder in der Gruppe ansprechen. Mobbing geht so lange weiter, so lange die Gruppe positiv reagiert und damit die Täter/innen in deren Tun bestärkt. Diese lernen, dass ihr aggressives, gewalttätiges Handeln den gewünschten Erfolgt bringt, nämlich Macht und Ansehen. Durch Wiederholungen verfestigt sich dieses Verhalten irgendwann zu einer ganz selbstverständlichen Handlungsweise, die negative Folgen nach sich zieht. Einige zeigen sich möglicherweise schon unmittelbar – wie zum Beispiel Schlaflosigkeit, mentale Probleme und Abfall von Schulleistungen. Es ist auch zu erwarten, dass die Täter/innen aufgrund ihres schwierigen Verhaltens immer mehr zu Außenseiterinnen/Außenseitern werden, weil Beziehungen leiden, wenn sie von Aggression auf der einen Seite und Angst auf der anderen geprägt sind.

Studien zufolge tendieren Kinder, die im Schulalter mobben, im späteren Leben eher dazu, ihre Konflikte mit Gewalt zu lösen, andere zu manipulieren und zu dominieren und werden häufiger als andere kriminell.

Wie kann ich mein Kind unterstützen, wenn es zur Täterin/zum Täter geworden ist?Elternbildung

Gut, dass Sie nicht wegschauen, sondern aktiv eingreifen und Ihr Kind unterstützen. Das zeigt Ihrem Kind, dass Sie es lieben, dass es Ihnen wichtig ist und dass Ihnen nicht egal ist, wie es sich verhält und was es tut.

  • Finden Sie im Gespräch mit Ihrem Kind heraus, warum es in der Rolle der Täterin/des Täters ist, was es dabei denkt und fühlt und welchen Gewinn es daraus zieht. Zu wissen, was die Ursache für dieses Fehlverhalten ist, ist ein wichtiger Schlüssel zu einer möglichen Lösung.
  • Beziehen Sie klar aber liebevoll Position und fordern Sie Ihr Kind auf, von seiner Seite aus alles zu tun, das Mobbing sofort zu beenden. Erklären Sie ihm, was Mobbing ist, was dabei geschieht und dass Mobbing weder Spaß noch Spiel ist, sondern ernstzunehmende, mitunter auch strafrechtliche Folgen hat.
  • Suchen Sie mit Ihrem Kind je nach gefundener Ursache gemeinsam nach anderen Wegen, Anerkennung zu bekommen, Konflikte zu lösen, mit Aggression und anderen Gefühlen umzugehen, …
  • Beobachten Sie das Verhalten Ihres Kindes verstärkt und reagieren Sie unmittelbar darauf, wenn Ihr Kind aggressives oder gewalttätiges Verhalten zeigt. Ihr Kind braucht klare Grenzen und muss auch wissen, dass ein Übertreten der Grenzen Folgen nach sich zieht.
  • Achten Sie jetzt besonders darauf, Ihrem Kind ein gutes Vorbild zu sein. Leben Sie Ihrem Kind vor, wie man einander mit Respekt und Wertschätzung begegnet, wie man mit eigenen Schwächen umgeht und dass man sich an Vorschriften und Regeln hält.
  • Überlegen Sie, mit wem Ihr Kind Zeit verbringt und welchen Einflüssen es ausgesetzt ist. Fördern Sie Beziehungen und Aktivitäten, die sich positiv auf das Verhalten Ihres Kindes auswirken und seinen Selbstwert stärken.

Bitte seien Sie behutsam damit, wie Sie kontrollieren, ob Ihr Kind das Mobben bleiben lässt. Ihr Kind soll weder bloßgestellt noch sollen andere Kinder damit belastet werden. Es ist gut, wenn Sie Ihr Kind wissen lassen, bei wem Sie sich informieren. Gespräche mit Schule sollen vom Kind als Unterstützung wahrgenommen werden und Kontrolle soll nicht im Geheimen passieren.

Im Fall von Cybermobbing müssen Sie gemeinsam mit dem Kind seinem Alter entsprechend dessen Handlungsspielraum im Internet abstecken. Geklärt werden müssen unter anderem die Dauer der Internetnutzung, die erlaubten Aktivitäten und Inhalte. Zu diesen Regeln gehören auch Konsequenzen, die auf eine Nichteinhaltung folgen.

 

 


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