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Wie Kinder den Umgang mit Geld lernen

von MMag. Edith Holzer, M.A.

Lernen durch Beobachten
Wie Kinder den Umgang mit Geld lernen, hat nicht nur mit Wissen, sondern auch viel mit Regeln und Grenzen zu tun. Ab etwa sieben Jahren haben Kinder ein entwickeltes Verständnis für Regeln. Ab diesem Zeitpunkt können Lernmaßnahmen für den Umgang mit Geld (Taschengeld) am besten gesetzt werden.

Die Voraussetzungen dafür sind optimal, weil die Kinder bereits eingeschult sind und zum Teil schon über die wichtigen Grundfertigkeiten Lesen, Schreiben und Rechnen verfügen bzw. diese rasch lernen. Außerdem sind Kinder im Volksschulalter besonders aufnahmefähig. Sie lernen sehr viel durch Beobachten, ohne explizite Erklärungen dafür bekommen zu müssen.

Regeln und Grenzen als Orientierung
Um das elfte Lebensjahr beginnt bei Kindern die „Phase der Kodifizierung“ von Regeln. Das heißt, das Vereinbaren von Regeln und Grenzen mit den Eltern bekommt einen eigenen Stellenwert. Der Prozess des Ausverhandelns mit den Eltern wird von den Kindern als Zeichen des gegenseitigen Vertrauens, Respekts und als Orientierungshilfe angesehen.

Wichtig ist aber, dass die vereinbarten Regeln auch von beiden Seiten ernst genommen und eingehalten werden. Wenn die Kinder immer wieder die Erfahrung machen, dass ein einmal gesetzter finanzieller Spielraum dann doch erweitert werden kann, weil die Eltern einspringen, oder die vereinbarten Regeln nicht so genau genommen werden, können die Kinder keine klaren Grenzen erkennen und tun sich schwer damit, ein Gefühl für „verfügbares Einkommen“ zu entwickeln.

Sparen oder ausgeben?
Ab dem elften Lebensjahr ist es sinnvoll, den Kindern den Unterschied zwischen „Geld sparen“ und „Geld ausgeben“ zu erklären. Ab dieser Altersstufe ist das Bewusstsein vorhanden, dass nicht gleichzeitig gespart und ausgegeben werden kann – dass also eine Entscheidung getroffen werden muss.

Dabei können Eltern ihre Kinder gut unterstützen, indem sie ihnen nicht einfach die Entscheidung abnehmen, sondern ihnen Fragen stellen – zum Beispiel: „Was ist dir wichtiger?“, „Warum ist dir das wichtig?“ oder „Was könntest du anders machen, um dir deinen Wunsch zu erfüllen?“ So lernen Kinder, sich ihre Impulse bewusst zu machen, Handlungsalternativen zu entwickeln, weiter zu denken und selbst auf Lösungen und deren Konsequenzen zu kommen.

Eltern als Vorbild
Das gemeinsame Überlegen, wie ein Wunsch entstanden ist und ob ein Kauf tatsächlich angebracht ist, hilft übrigens nicht nur den Kindern. Auch Eltern werden dadurch immer wieder „eingeladen“, ihr eigenes Konsum- und Geldverhalten zu reflektieren.

Eltern üben mit allem, was sie sind/tun/sagen oder auch nicht sind/nicht tun/nicht sagen, eine Wirkung auf ihre Kinder aus. Leben Eltern ihren Kindern vor, wie man vor einem Kauf Informationen sammelt, wie man die Versprechungen der Werbung auf ihre Glaubwürdigkeit hin abklopft, worauf man bei einzelnen Angeboten achten muss und wie man Preise und Leistung vergleicht, sind sie damit ein gutes Vorbild für ihre Kinder.

Wollen und Brauchen
Auf diese Art und Weise lernen die Kinder auch, ihre „Wants“ und „Needs“ – also Wünsche und echte Bedürfnisse – zu unterscheiden sowie erwarteten Nutzen und erhofftes Vergnügen durch einen Kauf abzuschätzen. Und vielleicht machen sie dabei die Erfahrung, dass Genießen und Spaß nicht zwingend mit Konsum verbunden sein muss.

www.threecoins.org


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