Essen ist weit mehr als nur Nahrungsaufnahme! Kinder tanken beim Essen und Trinken Kraft für den Körper, aber auch Geborgenheit für ihre seelische Entwicklung. Der gemeinsame „lebendige“ Familientisch bietet Chancen für wertvolle Kommunikation, die genutzt werden soll. Hier werden aber auch die Weichen für spätere Ernährungsgewohnheiten gestellt. Daher bedarf es der richtigen Ernährung von Anfang an – ohne Gebote und Verbote.
Expert(inn)enstimmen
Gabriele Haug-Schnabel
Verhaltensbiologin und Ethnologin
Lebendige Familien machen stark
Christine Kügerl
geb. 1958, Dipl. Ehe-, Familien- und Lebensberaterin i. R., Referentin in der Elternbildung und Ausbildung, verheiratet, Mutter und Großmutter
Essen ist mehr als Nahrungsaufnahme
Ingrid Kiefer
Leiterin des Fachbereiches Risikokommunikation der AGES Österreichische Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit GesmbH.
Richtig essen von Anfang an? Ernährung zwischen Lifestyle und Risikofaktor
Weitere Schwerpunktthemen
Essstörungen
Eine Essstörung ist eine ernstzunehmende psychosomatische Erkrankung mit seelischen, körperlichen und sozialen Folgen. Dabei spielt das Gewicht eine bedeutende Rolle. Die Menschen, die an Essstörungen erkrankt sind, können Stress- und Spannungszustände noch nicht anders kompensieren und verarbeiten, als über das Essen. Man unterscheidet dabei unter Magersucht Anorexia Nervosa, Ess-Brechsucht Bulimia Nervosa und Fresssucht (Binge Eating Disorder).
Resilienz - Was Kinder stark macht
Unter „Resilienz“ versteht man die Fähigkeit des Menschen, Belastungen und schwierigen Lebenssituationen standzuhalten und manchmal sogar noch an ihnen zu wachsen. Bei Kindern verhält es sich dabei ungefähr wie mit einem Schnupfen: Während manchen Kindern beim leisesten Wind sofort die Nase läuft, erkälten sich andere nur selten. Wir sagen: „Sie sind abgehärtet.“ Ihr Immunsystem kann die Angriffe auf den Körper erfolgreich abwehren. Genau wie der Körper, ist auch die Seele Risiken ausgesetzt. Statt Viren und Bakterien wird sie beispielsweise durch Misserfolge, Notsituationen oder Unglücksfälle angegriffen. Auch hier gibt es Kinder, die einem belastenden Ereignis, wie zum Beispiel einem Streit, schnell hilflos gegenüberstehen. Andere hingegen „haut so leicht nichts um“. Sie sind in der Lage, kritische Erfahrungen zu meistern ohne Schaden zu nehmen. Diese psychische Widerstandsfähigkeit nennen Wissenschaftler Resilienz. Vereinfacht gesagt ist Resilienz also das Immunsystem der Seele.
Wie es Eltern möglich ist, die Widerstandsfähigkeit ihrer Kinder zu stärken bzw. aus welchen „Kraftquellen“ sie dabei schöpfen können, erfahren Sie in den folgenden Beiträgen.
Kinderbetreuung im Schulalter
Schulergänzende Angebote begleiten Kinder durch Freizeit sowie Ferien und entlasten Familien im Alltag. Ein Überblick über passende Betreuungsformen, individuelle Bedürfnisse und den Weg zur Selbstständigkeit.
Schlafverhalten von Babys und Kleinkindern
Babys und Kleinkinder schlafen anders als Erwachsene – ihr Schlaf ist leichter, zyklischer und eng mit Nähe, Sicherheit und Bindung verbunden. Was oft als Problem erscheint, ist meist biologisch sinnvoll und kulturell geprägt.